Arten von Wissen

Wissen kann in individueller Form vorliegen und ist dann grundsätzlich an Personen gebunden. In kollektiver Form ist Wissen in den Prozessen, Routinen, Praktiken und Normen von Organisationseinheiten oder Arbeitsgruppen zu finden. Eine weitere, für das Wissensmanagement wesentliche Wissensform findet sich im Begriffspaar implizites und explizites Wissen. Implizites Wissen stellt das persönliche Wissen eines Individuums mit Idealen, Werten und subjektiven Einsichten dar. Explizites Wissen ist dagegen methodisch, systematisch und liegt in artikulierter Form vor. Es kann mittels Informations- und Kommunikationstechnologie verarbeitet und verbreitet werden. Das Grundproblem des Wissensmanagement ist die Überführung von implizitem in explizites Wissen. Erst dann ist es für die Organisation verfügbar und somit über einzelne Personen oder Personengruppen hinaus nutzbar. Wissen kann intern in der Organisation vorhanden sein oder extern bei Beratern oder Kooperationspartnern des Unternehmens lokalisiert sein. Der Wissenswürfel stellt diese Zusammenhänge in dreidimensionaler Form dar [Warn98, S. 25], [Mitt99a, S. 2].

Literatur Verzeichniss:

[Warn98] Warnecke, G.; Gissler, A.; Stammwitz, G. (1998): Referenzmodell Wissensmanagement: Ein Ansatz zur modellbasierten Gestaltung wissensorientierter Prozesse. In: Informationsmanagement & Consulting, 1 (1998) S 24-29.
[Mitt99a] Mittelmann, A.: Weitergabe von Wissen – keine Selbstverständlichkeit. In: Wissenstransfer in Unternehmen, IBM – Tage des Wissensmanagements, Wien 1999.
[Mitt99b] Mittelmann, A. et al.: Wissensmanagement: Grundlagen – Modelle – Instrumente. Interner Arbeitsbericht der CC WPM Arbeitsgruppe Knowledge Management. Linz 1999.

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