Grenzen des Denkens, eine linguistische Betrachtung

„Ich denke, also bin ich“. So steht es geschrieben seit Descartes. Doch was ist denken? Und noch viel interessanter wo ist die Grenze des Denkens? Und damit stellt sich auch die Frage, kann diese Grenze überschritten werden?

Urs Böschenstein zeigt durch die Studie von Niklas Luhmann (Systemtheorie der sozialen Systeme) und  Peter Fuchs Werke auf wie denken und Linguistik zusammenhängen.

Was ist denken?

Sprechende Menschen interagieren in einer Bedeutungswelt. Diese Bedeutungswelt hat keinen direkten Weltkontakt. Somit sind wir in unserer Bedeutunmgswelt, in unserer Sprache gefangen. Die

M.C. Escher zeichnende Hände

M.C. Escher zeichnende Hände

Systemgrenze sind die Begriffe der indo-germanischen Sprache welche wir mit unserem Dialogpartner verstehen. Denn es gibt nicht meine Sprache, sondern nur unsere Sprache.

Wo liegt die Grenze des Denkens?

Die Struktur unserer Sprache stellt uns Ding-Wörter, (Begriffe Substantive)   und Tun-Wörter (Verben) zur Verfügung. Da aber alle europäischen Sprachen sich um das „Sein“ drehen, erliegen wir ständig der Versuchung in Ding-Wörtern zu denken. Substantive sind statische, stabile Erfahrungen, immer Erfahrungen von gestern. Mit diesem Denkmitteln kann ich nie „Neues“ erdenken.
Wir haben die Fähigkeit erlernt Erfahrungen zu teilen, diest lässt sich eine gemeinsame Denkwelt entstehen. Aber somit gibt es nichts Gewusstes ohne einen Wisser. Somit entsteht das Wissen an der Grenze einer Interaktion mehrere sich austauschender Menschen. Denn nur die Grenzen meines Wissens werden ausgeweitet in der Interaktion mit einem anderen Wissenden.
Somit ist neues Wissen eine Variation der Kombination von bestehendem Wissen welches durch die eigenen Erfahrungen und Erwartungen mit den eigenen Relationen selektiert oder deselektiert wird.

„Gesagtes kann man Glauben – aber nicht Wissen!“

Dieser Artikel lehnt sich an an einen Text von Urs Böschenstein beim Nachdenken von „Prozesse der Kooperation

Kann die Grenze der Sprache überschritten werden?

Die Grenze der Sprache kann nur bedingt überschritten werden. Es braucht dazu Einschränkungen des Systems Sprache. Verschiedene Ansätze dazu gibt es bereits.

  • Weder/Noch-Kaskade welche von Udana und Peter Fuchs beschrieben wird in „Reden und Schweigen“
  • Jede Dualität impliziert Triziplität von Heinz von Foerster
  • usw…

Diese Ansätze sind wie eine Dschungeltour in die Metaphysik und Philosophie, theoretisch Interessant aber praktisch für den Wissenstransfer schlecht einsetzbar.

Die myknow Methode funktioniert zwar nur in spezifischen Gebieten um die Grenzen der Sprache zu überwinden, aber für den Wissenstransfer sind die Grenzen genügend.

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