Warum es ums Ganze geht von Hans-Peter Dürr

Ich habe mir in den Ferien das Buch: Warum es ums Ganze geht von Hans-Peter Dürr zu gemüte geführt. In diesem Artikel werde ich nur die myknow relevanten Aspekte aufgreifen, besonders jene um das Thema Wissen.

Hans-Peter Dürr beschreibt den Unterschied von Information und Wissen folgendermassen:

Mit der rasant zunehmenden Menge an Information, die uns die modernen Technologien erschliessen, können wir zunächst wenig anfangen. Es passiert nämlich überhaupt nichts Wesentliches, wenn wir nur Information austauschen. Information wird erst fruchtbar, wenn ich sie verarbeite und daraus Wissen geschaffen habe. Deshalb darf die sich formierende Datenaustauschgesellschaft nicht mit einer viel schwerer zu verwirklichenden Wissensgesellschaft gleichgesetzt werden.

Eigentlich bringt Dürr damit genau das Modell von myknow zum Ausdruck, was mich natürlich sehr freut.

Ein weiterer Interessanter Aspekt ist, dass neues immer an ein Bezugssystem gebunden werden muss. Was für die Umsetzung neuer und innovativer Ideen fundamental wichtig ist:

Was immer wir auch tun und erkennen, wir brauchen Bezugssysteme, in die wir das neu Erfahrene einordnen. Wirklichkeit lässt sich ohne solche begriffliche Netze nicht beschreiben. Was insofern beweisbares Wissen erst möglich macht, definiert jedoch auch die prinzipiellen Grenzen dieses Wissens: Alles was durch die Maschen dieses Netzes geht existiert nicht.

Hans-Peter Dürr beschreibt auch die Grenzen des Wissens folgendermassen:

Wir haben nicht nur temporäre Grenzen, frontiers, sondern auch echte Grenzen des Wissens, limits, die prinzipiell nicht überschritten werden können. Was wir Wissen nennen, erfordert notwendigerweise Vorbedingungen. Dies führt dazu, dass vieles, was für unser Leben sehr wichtig ist, nicht erfasst werden kann und deshalb draussen bleibt. Es ist folglich ein Drinnen und Draussen, Lebenserfahrungen auf der Basis von Wissen und solche auf der Basis von Glauben.

Die gesamtaussage des Buches wird für mich in einem Stz beschrieben: Wir brauchen eine Technik, die kompatibel ist mit dem kreativen Menschen, der sich auch einmal irren darf.

Weiterführende Informationen zum Buch von Hans-Peter Dürr:

Ein Kommentar

  1. Roger Seeli says:

    Des weiteren beschreibt Hans-Peter Dürr auch deterministische Systeme und bringt es auf den Punkt, warum uns die Zukunft verschlossen bleibt.

    In jedem Augenblick wird die Welt neu geschaffen. Dies ist auch der Grund, warum uns die Zukunft verschlossen bleibt: Sie wird uns nicht vorenthalten, sondern sie existiert gar nicht. (Anmerkung: In der klassischen Physik ist beim Urknall alles entstanden und somit auch die Zukunft. In der Quantenphysik entsteht alles im Augenblick.)

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